Veranstaltungsreihe zur Theorie von Computerspielen 2005
im Museumsquartier / quartier 21, 1070 Wien
Eintritt frei !
blasting the white cube - the relationship between games and art
ABLAUF
17:00 – 18:00 : VORTRAG
Axel Stockburger
Gamepads in der Galerie: Im Spannungsfeld zwischen Kunst und Spiel
In den letzten Jahren hat sich das Verhaeltnis zwischen Computerspielen und Bildender Kunst deutlich verschoben. Einerseits positionierenTheoretiker wie Henry Jenkins Games als die Kunstform des 21.Jahrhunderts, anderseits scheinen sich Computerspiele auch als Material und Bezugspunkt im traditionellen Kunstfeld zu etablieren.
Der Vortrag geht auf das Spannungsfeld zwischen den verschiedenen Formen ein und versucht die damit verbundenen Handlungsmuster und Strategien kritisch zu hinterfragen.
18:00 – 19:00 : VORTRAG
Sylvia Eckermann
n o w h e r e - von virtuellen Wissensräumen, ludic environments und 3D-Collagen. Modifizierte Game-Engines zur Herstellung interaktiver audiovisueller Installationen im Kunstkontext.
Der Vortrag erschließt frühere Arbeiten wie ‚fluID-arena of identities’ und ‚Expositur-ein virtueller Wissensraum ’ und aktuelle Projekte wie ‚reservoir_bots’ und ‚n o w h e r e’.
‚reservoir_bots’ ist eine Zusammenarbeit mit Christof Cargnelli, die erstmals im Künstlerhaus zur Ausstellung ‚Reserve der Form’ präsentiert wurde. Dabei wird das Medium Game Engine als VJ-Tool eingesetzt.
‚n o w h e r e’ ist der Titel einer aktuellen Arbeit mit Gerald Nestler u. Oliver Irschitz, die sich dem virtuellen Raum in Form einer 3D-Collage nähert und damit einen anderen Ansatz als einen architektonischen sucht. ‚n o w h e r e’ kann gleichzeitig als ‚nirgendwo’ und ‚jetzt hier’ gelesen werden, und beschreibt so u.a. die in der Technik ‚Collage’ bereits enthaltene Virtualität. Die
Überführung dieser Technik in ein 3D-Format erschließt Räume und Vektoren, die die lesbare Fläche vertiefen. Der Vorstellungsraum wird durchschreitbar, plastisch.
19:00 – 20:00 : VORTRAG
RENÉ BAUER (Zuerich)
MARGARETE JAHRMANN (Zuerich)
MAX MOSWITZER(Wien)
Game Art vs. Art Game : ludic-society.net / GAMEPUNK. Anger is an energy.
Games are models of reality, perhaps the most elaborated abstract models of common reality, they liberate – if you follow Jean Baudrillard - us into a world of settings and rules, which are stricter than the rules of the world, in fact they liberate us from ‘the morality of reality’.
P. M.Ong, 2004
Part1
ludic-society.net
Neben den Diskursstraengen aktueller computer game Theorie, narratology und ludology, entwirft die ludic-society einen Theorie Mod der jungen Game-Kunst.
Investiert wird nicht in gamestudies, sondern in theoretische Praxis. Illudere, das Durchspielen eines Diskurses digitaler games, oeffnet als Kunstprojekt das geschlossene Regelsystem Spiel, verbannt aus dem magic circle (Salen and Zimmermann, 2004) der game Theoretiker im Bezug auf
Computer Spiele die Illusion.
Für Johan Huizinga (1938) kann nichts ein Spiel sein, wenn es moralische Konsequenzen nach sich zieht. Die einzige moralische Konsequenz, die es in einem Spiel gibt, ist diejenige, das Spiel zu beenden. Die Spieler von massive multiplayer online games, die synthetische Spielobjekte in ebay verkaufen, raeumen aber genauso wie die Game-Kuenstler in ihren Kunst-Games mit den definierten Grenzen des Spiels auf.
Part 2
GAMEPUNK. Anger is an energy.
»Sie spielen ein Spiel. Sie spielen damit, kein Spiel zu spielen. Zeige ich ihnen, daß sie spielen, dann breche ich die Regeln und sie werden mich bestrafen.«
P. Watzlawick
20:00 – 22:00 : SOUND
live : MARKUS SCHRODT (dotmatrix.at)
GAMEBOY MUSIC CLUB in concert
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Tags: 8bit, chiptune, gameboymusic, lecture, micromusic, music, party, rave, sound, theorie, vortrag
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